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Fiktion: Glück

Rote Tränen fließen von dir weg
in Trümmern ist nun deine Seele
zerbrochenes Glas in der Hand,
stehst du vor mir und schaust
durch mich hindurch nach draußen

Jeder kleine Atemzug brennt in dir
Kalter Schweiß durchdringt dein Kleid
Deine Augen sind trübe geworden,
verzweifelst du nun weil du weißt
das eine Lüge dein Leben erhält

Du dachtest du hättest es gefunden,
dein eigenes, kleines, sanftes Glück
Doch es war nur ein zerbrechliches.
Warst du wirklich so schrecklich naiv
oder wolltest du die Zeichen nicht sehen

Du krümmst dich auf den, durch dich
blutverschmierten, kalten, kahlen Fliesen.
Warum hasst du nicht die anderen,
anstatt dich hier mit deinem Selbsthass
zu verkriechen und dahin zu siechen



5.11.09 00:38


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Am nächsten Morgen

Mit dröhnendem Kopf aufgewacht
Die Gedanken sind kaum fassbar
Was hab ich gestern nur getan?
Ich finde keine Antwort darauf

Ich schwinge mich aus dem Bett
Kann kaum stehen vor Alkohol,
meine Knie zittern immer noch
Wie viel war es gestern wirklich?

Ein Rascheln im Bett hinter mir
Ich drehe mich um und guck nach
Was die Ursache für das ganze war
Und unter decken liegt eine Frau

Noch völlig verdutzt schauend
wird sie stetig wach und lächelt
Warum schaut sie ich nur so gierig an
Will sie das ich wieder ins Bett komme?

Ich begutachte sie von oben bis unten
eigentlich ein hübsches Ding,
schlanker Körper, süßes Gesicht
und ein paar faszinierende Augen

Ich lächle charmant zu ihr zurück
Sie steht nun auf und kommt zu mir
Sie umarmt mich, küsst mich
Mechanisch erwidere ich alles

Ihre Bewegungen sind zärtlich
und wirken als wenn sie wüsste
was ich mag und was sie tun soll
und das macht mir extreme angst

Sie spricht zu mir als kennt sie
mich schon seid ewigen Jahren
und ich muss erschreckend feststellen
Mein Rausch ging schon seid Jahren

5.11.09 00:37


Graue Straßen

Langsam schlendernd, zieh ich durch die Straßen
Der Himmel ist bedeckt mit Wolken aus Asche
Die Gesichter, der Menschen die mir begegnen
sind so leer, wie ihre seltenen Empfindungen,
Doch sie denken sie fühlen Liebe und Hass
Dabei empfinden sie doch so gut wie nichts

Ein jedes Gebäude reiht sich an dem nächsten
Ihre Fade ist grau, alt und vollkommen hässlich
Doch die, die in solchen trostlosen Häuser wohnen,
sehen dies schon seid Ewigkeiten nicht mehr,
sind sie doch blind geworden durch den Alltag
und können nicht schön von verdorben unterscheiden

All die schönen Allen und Parks sind verschwunden
Nur das Klagen von Krähen zeigt noch von Natur,
wurden doch all die schönen Vögel vertrieben,
wurden doch all die grünen Bäume gerodet.
Damit man hier viel mehr Platz zum leben hat
Wurde das große Ziel erreicht oder doch verfehlt?

Ich geh an unzähligen dunklen Gassen vorbei,
aus einer ertönt ein zu seltenes Geräusch.
Ist es vielleicht wirklich ein Lachen was ich hör?
Ich komme immer näher, beeile mich jetzt sogar
Doch ich muss feststellen, das es nicht das ist
was ich dachte, sondern es war nur gehässig

Langsam schlendernd, zieh ich durch die Straßen
Der Himmel ist bedeckt mit Wolken aus Asche
bin ich den der einzige der dies alles hier erkennt?
Bin ich das letzte Dasein auf diesem Planeten
das keine Farben mehr sieht, wie all die anderen.
Bin ich den wirklich verrückt wie sie behaupten?



5.11.09 00:35


Im dunklen Kämmerchen

Wieder einmal sitze ich hier
Alleine im Raum und denkend.
Bin ich wirklich das was ich
mir doch immer gewünscht habe?
Oder bin ich doch nichts weiter
als nur ein blasser Schatten?
Jeder den ich einst geliebt habe
hat mich auf ewig verlassen
doch ich kann es gut verstehen

Diese Leere in meiner kranken,
einsamen und verlassenen Seele
zerfrisst mich von innen heraus.
Sie lässt mich nicht mehr schlafen,
essen oder mich gar in Ruhe leben.
Doch bin ich nicht selbst dran schuld,
das keiner für mich mehr hier ist?
War es nicht ich der jeden einzelnen
vertrieben hat aus diesem finsteren Ort,
so dass sie nie mehr zurück kommen?

Den Spiegel, der hier einst hing,
ist schon sehr lange unter einem
schwarzen Tuch verschwunden.
Ich ertrag es nicht hinein zu sehen
Ich ertrag es nicht mich zu sehen,
Meinen arg zerschundener Körper,
mein altes und trauriges Gesicht.
Mein Äußeres ist durch eine Krankheit
so verkommen, wie sie es jetzt ist

Diese ekligen Geschwüre in mir
isolieren und zerstören mich.
Kenne ich doch ihre Namen und
ihr wahres verdorbenes Antlitz
Es ist mein Selbstmitleid und mein
schier unermesslicher Selbsthass.
Ich wäre beide gerne für immer los
doch kann ich es nicht aus einen
Grund, den ich bin viel zu feige



5.11.09 00:34


Verworrene Pfade

Nur Trümmer zieren
meinen Weg ins Nichts.
Ein Fluss aus Tränen
liegt hinter meinem Pfad,
den ich hier entlang schreite.

War es der Schmerz
in meinem ganzen Leben?
Oder war es das Leben
in diesem Schmerz,
was mich hier gehen lässt?

Ich fürchte mich sehr
vor dem kaltem Ende,
was mich hier erwartet.
Kann ich diese Straße verlassen
oder sterbe ich beim Versuch?

Was ist das dort Vorne?
Ist es eine Abzweigung oder
wieder nur eine Kurve?
Ein paar weitere Schritte noch
und ich erfahre was es ist



5.11.09 00:32


Trugschluß

Mit ausgestrecktem Arm
sah er ihr in die Augen
Sie ergriff seine Hand
ohne zu wissen
das er in ihr jemand sah
der sie nicht war
aber nach der
er sich so sehr sehnte

Sie liebte ihn zwar nicht
aber sie dachte
fälschlicher Weise
das er es tat
Sie wollte ihn
nicht verletzen und
küsste seine Lippen
zärtlich und lang

Er erwiderte den Kuss
mit geschlossenen
Augen und dachte
an seine verlorene Liebe
Langsam glitten
seine Hände
von ihren Schultern
zur fremden Hüfte

Sie zitterte leicht
unter seinen
sanften Berührungen
Sie schmiegte sich
enger an ihn
und fing an
seinen Rücken
entlang zu streicheln

Sie ergab sich
seinen Zärtlichkeiten
Er ergab sich
ihren weiblichen Reizen
Beide waren nicht
bei dem anderen
Doch sie verbrachten
die Nacht zusammen

5.11.09 00:31


Scheinexistenz

Jeder Tag
von mir
Ist so Trist wie der zuvor
Graue Wolken
über mir
Kein Licht dringt bis an den Grund

Kein Leben
in mir
Was mich wirklich hier noch hält
Ein Schmerz
in mir
der niemals zu vergehen scheint

Kaum schlägt
in mir
Mein von Trauer zernarbtes Herz
Tränen tanzen
auf meinen
zu kaltem Eis zerstatten Zügen

Nicht ein Funke
über mir
der meinen finsteren Weg erhellt
Endlos warten
tue ich
auf jemand der nie hier erscheint

Nach Außen
zeige ich
Ein Glück das niemals je bestand
Keiner weiß
von mir
das ich mich sehne Tod zu sein

18.10.09 00:04


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